01.04.2016 - Musik & Musik & Musik - Gitanes Blondes und Nick Woodland

Gitanes Blondes spielen: Balkan    Celtic    Latin    Gypsy  -  Klezmer

und

Nick Woodland & Band präsentiert Blues und Rock vom feinsten

Eintritt: 19,50 €, Abendkasse: 22,00 €

Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 20.30 Uhr

Sportzentrum Waakirchen, Glückaufstraße 14

Gitanes Blondes          www.gitanes-blondes.de

Balkan    Celtic    Latin    Gypsy  -  Klezmer

Wer bei Gitanes Blondes an französische Tabakware denkt, liegt hier völlig falsch. Die vier Münchner Musiker öffnen auf ihren Konzerten eine Schatzkiste voller musikalischer Perlen des Balkans und der Klezmermusik, voller irischer, russischer und südamerikanischer Weisen und wilder Tänze.

So vielfältig wie der Stand des Gewürzhändlers auf dem Basar ist ein Abend mit Gitanes Blondes: Kurzweilig und spannend, mal zum Träumen, mal zum Lachen. Ein Programm zwischen leidvoller Melancholie und halsbrecherischer Virtuosität.

„Woher habt Ihr die Melodie?“ Eine Standardfrage auf Konzerten, die wir nicht immer leicht beantworten können. Der bulgarische Hörer beschwert sich, dass wir ein Lied aus seiner Heimat als mazedonisch ansagen. Der Engländer ist sicher, dass die vermeintlich irische Melodie doch wohl schottisch sei. Die schönsten Melodien sind eben Kosmopoliten - Sie reisen gerne.

Bei einer Konzertreise auf der MS Europa 2010 ergab sich ein Konzert mit dem „King of Klezmer“ Giora Feidman, der ebenfalls zum Programm dieser Schiffsreise gehörte. Seine Begeisterung war so groß, dass er seitdem mit Gitanes Blondes auftritt, ausgedehnte Touren 2012 und 2013 folgen. Darüber hinaus entstand die CD Giora Feidman & Gitanes Blondes „Very Klezmer“ (2012).

Gitanes Blondes spielen und spielten u. A. beim Schleswig Holstein Musikfestival, Rheingau Musikfestival, Lugano Lakeside Festival, Safed Klezmer Festival (Israel), Zagreb Lisinski Theater, Philharmonie Köln, Laeiszhalle Hamburg etc.

Was Andere über Gitanes Blondes denken: Notenständer? Notenblätter? Fehlanzeige: Ein kurzer Blick, ein Wimpernschlag, und das Tonmotiv fliegt von der Geige zum Akkordeon, der Bass, die Gitarre fangen den Rhythmus auf, treiben ihn voran. Derart viele wunderschöne Lieder auf einmal bekommt man auch als regelmäßiger Konzertbesucher nur selten kredenzt.

Gitanes Blondes sind:    Mario Korunic – Violine, Konstantin Ischenko – Akkordeon
Christoph Peters – Gitarre, Simon Ackermann - Kontrabass

 

Nick Woodland & Band       www.nick-woodland.de

Blues und Rock vom feinsten

Dunkles Sakko, Nickelbrille, schwarzer Zylinder - so kennen ihn seine Fans seit Jahrzehnten: Nick Woodland. Ein britisch-münchnerisches Unikum mit eigenem Kopf und eigenem Ton. Oder wie Ocar-Preisträger Harold Faltermeyer schlicht sagt: „ein genialer Gitarrist“.

Vor etwa 60 Jahren wurde er in London geboren, als Jugendlicher kam er nach Deutschland, blieb nach der Schule in der bayerischen Landeshauptstadt hängen. München wurde in den 70ern zum Musikmekka - und Woodland zu einem der bestgebuchten Studiogitarristen. Er spielte hunderte Aufnahmen ein – für Weltstars wie Boney M., Donna Summer oder The Clash. Mit seiner Progressive-Rock-Band Sahara war er bei der Premiere des WDR-Rockpalasts dabei, mit Marius Müller-Westernhagen tourte er durch die Stadien der Republik. Später prägte er den Sound des Kabarettisten Georg Ringsgwandl. Als Sideman schrieb Nick Woodland Musikgeschichte. Doch wer ihm richtig nahe kommen will, sollte ihn mit seiner eigenen, formidablen Band erleben: Da ist Manfred Mildenberger am Schlagzeug – halb so alt wie Woodland, hochmusikalisch und ein wahrer Ausbund an Energie. Klaus Reichardt an Keyboards und Pedal Steel Guitar – kongenialer Sideman und seit Jahrzehnten feste Größe in der Münchner Szene. Und Tom Peschel am Bass, der mit seinen gefühlvollen Lines schon viele Produktionen veredelt hat und die knackig-lässige Grundlage für Woodlands Höhenflüge legt. Mit seiner Band spielt er seine Virtuosität voll aus. „Aber entscheidend ist für mich auch zu komponieren, sich immer weiterzuentwickeln, nie stehen zu bleiben.“ Erst wenn er seine eigenen Songs schreibt, gewinnt Woodland seine Freiheit als Gitarrist, sagt er. „Dann, beim Gitarrespielen, denke ich gar nichts, fühle nur.“ Dann entstehen auf der Bühne geradezu magische Momente. „Something I heard“, das Live-Album, das Woodlands Bühnenenergie unverfälscht einfängt – rauh, erdig und vielseitig: mit dreckigem Blues, mit Country und Folk, Reggae- und Surf-Rock-Anleihen. Mit exzellentem Songwriting und einem Sound irgendwo zwischen Mississippi-Delta und bayerischen Highways.