08.11.2008 - KulturNacht

Ingrid Westermeier und Helmut Eckl – Lesung mit Musik -  "Mich regt nix auf"

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Ingrid Westermeier: entstammt einer alteingesessenen Münchner Musikfamilie. Mit 11 Jahren erhielt sie ihren ersten Gitarrenunterricht. Ihr Musikstudium am Richard-Strauss-Konservatorium begann bei Dieter Kirsch und wurde fortgesetzt in der Meisterklasse von Santiago Navascués. 1977 wurde sie Preisträgerin beim Bundesdeutscchen Akademiewettbewerb. Anschließend absolvierte sie die künstlerische Staatsprüfung an der Würzburger Musikhochschule. CD- und Rundfunkaufnahmen verschiedener Kammermusikbesetzungen (u.a. mit Rudi Zapf), Engagements an den bayerischen Staatstheatern und Tourneen im In- und Ausland. Mehrfache Preisträgerin – 1983 war sie Finalistin beim Internationalen Gitarrenwettbewerb in Spanien.

Helmut Eckl: der hinterkünftige bayerische Satiriker ist derzeit entweder mit Evelyn Huber (Harfe) oder  Ingrid Westermeier (Gitarre) unterwegs, um seine literarisch-satirischen Texte augenzwinkernd und mit viel Selbstironie auf allen Bühnen dieser Welt, besonders aber in Bayern, vorzutragen. Mit der erhellenden Logik eines Querdenkers ist er mit seinen schnauzbärtigen Texten dem ganz normalen Wahnsinn des Alltags auf der Spur. Da lesen Punker Liebesszenen, pieselt der Dackel an den Christbaum, lästert der türkische Hausmeister über die vielen Ausländer, heiratet jeder Dritte jede Dritte, obwohl jede dritte Ehe geschieden wird, watscht der Säugling die Hebamme, mag die Wildsau Ernstl nicht mehr zum Joggen gehen und landet die Pille Viagra in den Weißbiergläsern seiner Stammwirtschaft. Helmut Eckl ist ein Urgestein der Münchner Kleinkunstszene (Gastspiele u.a. mit Guglhupfa, Zither-Manä, Fraunhofer Saitenmusik, Interpreten, Unterbiberger Hofmusik, Couplet-AG und Zapf'nstreich). Lesungen u.a. in München, Hörbach, Regensburg, Berlin, Wien und Innsbruck). Er ist Veranstalter des literarisch-musikalischen Frühschoppens ( jeden 1.Sonntag im Monat/ Winterhalbjahr), Mitinitiator des Poetenstammtisches (jeden letzten Montag im Monat), beides im Theater im Fraunhofer in München und Mitinitiator der literarisch -
satirisch-musikalischen Abende in Bad Bayersoien. Seit dem Jahr 2000 ist er auch Münchner Turmschreiber.

 Massel Tov:
Andrea Pancur, Tatjana Mischenko, Florian Ewald, Zarko Mrdjanov, Michi Marchner, Roman Seehon

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Massel-Tov gilt  seit über zehn Jahren als eine der führenden Gruppen, die zum Revival von Klezmer und jiddischen Liedern in Deutschland beiträgt. Massel-Tov – das sind poetische Momente, atemberaubender Überschwang, melancholie und verwirrende Verrücktheit – manchmal sogar alles zur selben Zeit. Das Sextett, das im letzten Jahr zum zweiten Mal eine Nominierung für den Deutschen Weltmusikpreis in der Kategorie „Global Roots“ erhielt, bezeichnet die Süddeutsche Zeitung als „poetische Perfektion“. Das aktuelle Programm widmet sich hauptsächlich Liedern von Beyle Schaechter-Gottesmann. Beyle Schaechter-Gottesmann gilt als eine führende Poetin der zeitgenössischen jiddischen Lyrik. Geboren wurde sie in Wien, ihre Kindheit und Jugend jedoch verlebte sie in Tschernowitz, Rumänien; in der Vorkriegszeit war Tschernowitz eines der Zentren jiddischer intellektueller Kultur. Sie überlebte den Holocaust
 im Tschernowitzer Ghetto und emigrierte 1951 in die USA. Im Jahr 2005 erhielt sie den National Heritage Award für ihr Lebenswerk. Mit dem Titel „Tsu Binyumele’s Bar Mitsve“ ist Massel-Tov im Herbst 2007 auf der SWR3 Liederbestenliste vertreten.


Amadeus Wiesensee:

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Amadeus Wiesensee mit Gerhard Delling und Christian Neureuther

Der junge Musiker  wurde im Dezember 1993 in Würzburg geboren, lebt heute in Waakirchen und besucht das Gymnasium in Tegernsee. Seit dem Jahr 2000 nimmt er Klavierunterricht und seit 2006 zusätzlich noch Geigenunterricht bei Aiko Mizushima (Mitglied des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks). Im März 2007 wurde Amadeus Schüler von Prof. Karl-Heinz Kämmerling, seit September 2007 ist er Jungstudent der Hochbegabtenförderung am Mozarteum in Salzburg. Er gewann wiederholt 1.Preise bei Jugend musiziert. 2006 erhielt er den Förderpreis des Kleinen Schumann-Wettbewerbs in Zwickau und  war 6-facher Preisträger des 6. Internationalen Münchner Klavierpodiums. Auftritte hatte er u.a. im Kaisersaal der Münchner Residenz, beim Amiata-Piano-Festival in der Toskana, beim Oleg-Kagan Musikfest in Wildbad Kreuth und bei der Benefizveranstaltung „Summertime“ der Alfons-Goppel-Stiftung im
Prinzregententheater in München. 2007 konzertierte er mit der Deutschen Streicherphilharmonie unter der Leitung von Prof. Michael Sanderling, im Mai 2008 mit den Philharmonikern von Bad Reichenhall. 2008 wurde Amadeus Bundessieger bei Jugend musiziert und erhielt den Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben und den Sonderpreis der Jürgen Ponto-Stiftung der Dresdner Bank. Damit die Perfektion und Klasse des jungen Künstlers auch zur Geltung kommt, wird dafür eigens ein Steinway-Flügel bereitgestellt. Amadeus Wiesensee wir seine Besucher genauso begeistern, wie ihm dies auch bei den Wettbewerben gelungen ist
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Trova Sur:

Steffi Baier, Georg Höss, Markus Aldenhoven, Andreas Erlacher, Sebastian Erhardt, Matthias Erhardt, Klaus Miller

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Sieben Bayern spielen Volksmusik. An sich nichts Neues, allerdings spielt "Trovasur" cubanische Sones, Boleros und Guajiras. "Music travels" ist eine musikwissenschaftliche Erklärung für die Verschmelzung hispano-europäischer und afrikanischer Elemente in der cubanischen Musik - mit "Trova sur" macht die cubanische Musik auf ihrer Reise einen unerwarteten Abstecher nach Bayern. Ursprung der Gruppe ist ein spontanes Musizieren 1996 mit Geige und Gitarren auf einem Fest in den heimischen Tegernseer Bergen. Dort entsprang der zunächst stilistisch nicht näher ausgerichtete Wunsch, weiterhin gemeinsam Musik zu machen. Es war dies am "Ringberg", wo lokalen Sagen nach Geister "umgehen". Offensichtlich war der 1961 verstorbene Guillermo Portabales zum gleichen Zeitpunkt am Ringberg unterwegs, jedenfalls gelangten kurz darauf Aufnahmen seiner legendären „Guajiras de Salón“ in die Hände von „Trova Sur“ und es entstand eine gemeinsame Liebe zur traditionellen cubanischen Musik. Wem das alles zu pathetisch ist: die cubanische Musik dreht sich nun einmal um Heimat, Freundschaft, Liebe, Geister, Götter ...... Es folgten seither Auftritte von „Trovasur“ vornehmlich im Tegernseer Tal und Umkreis, aber auch in München u.a. in der Muffathalle, als Vorband der "Bananafishbones" / im Jazzclub „Vogler“/beim  World-Music-Festival "Aufgspuit", im Frankfurter "Südbahnhof", beim „Habana Warm Up“ in Ischgl, im Montreux Palace Hotel, im Züricher Stadtpark (auf Einladung der NZZ-Folio), beim Hillside-Festival in Bad-Tölz ........

Diese Kulturnacht sollten Sie auf keinen Fall versäumen. Alle Künstler bürgen für hohe Qualität, deshalb diesen Termin unbedingt vormerken und rechtzeitig Karten besorgen!