13.02.2013 - Aschermittwoch mit Kabarett & Musikkabarett

Fisch, Kunst & Kultur 
im Schulhaus der Volksschule Waakirchen
wieder mit Bewirtung

Beginn: 20:30 Uhr
Einlass: 18:30 Uhr

Eintritt: 16,00 € (VVK), 18,00 € (Abendkasse)

Severin Gröbner          -       „Servus Piefke!“

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Unangenehme Wahrheiten über Deutschland so freundlich wie möglich von einem Wiener formuliert.“-
Der mehrfach preisgekrönte Wiener Kabarettist und Wahldeutsche Severin Groebner beleuchtet den deutschen Alltag aus seiner ganz eigenen Perspektive. Mit Wiener Schmäh nimmt er die deutsche Wirklichkeit unter die Lupe. Seine Außenansichten belegen den Verdacht, dass in den beiden Ländern „alles gleich anders“ ist, dass Deutsche noch eine Brise mehr Selbstironie vertragen können, und dass Lachen doch die beste Medizin ist, um Bürokratie, Autobahnen, Schwarzbrot und Oktoberfest zu ertragen.

Der mehrfach preisgekrönte Wiener Kabarettist und Wahldeutsche Severin Groebner beleuchtet den deutschen Alltag aus seiner ganz eigenen Perspektive. Mit Wiener Schmäh nimmt er die deutsche Wirklichkeit unter die Lupe. Seine Außenansichten belegen den Verdacht, dass in den beiden Ländern „alles gleich anders“ ist, dass Deutsche noch eine Brise mehr Selbstironie vertragen können, und dass Lachen doch die beste Medizin ist, um Bürokratie, Autobahnen, Schwarzbrot und Oktoberfest zu ertragen.

„Piefke“ - ein seltsames Wort. Ein Wort, das für deutsche Ohren fast zärtlich klingt. Nur: Es ist nicht zärtlich! Es ist einfach nur der Terminus Technicus im Wienerischen für den Deutschen. In Einzahl wie in Mehrzahl. „Piefkes“ gibt es im Wienerischen nicht. „Servus“ sagt man zum Abschied. Leise. Meinte Peter Alexander. Das Gegenteil ist richtig. In Wien sagt man es zur Begrüßung, laut und es wird „Servaaas“ ausgesprochen. Auf Deutsch übersetzt, sagt hier jemand also „Hallo, Deutsche!“

Aber wer? Ein Wiener.

Doch dieser Wiener ist kein normaler Gast. Seit über zehn Jahren reist Severin Groebner quer durch die Bundesrepublik im Auftrag des Humors. Er ist gekommen, um dem Germanen das Lachen zu lehren. Und macht sich dabei so seine Gedanken. Herausgekommen sind ein Buch und ein böser, bunter Abend voller Halbwahrheiten und zulässigen Verallgemeinerungen. Ob Brot, Auto, Pünktlichkeit oder das Tarifsystem des örtlichen Verkehrsverbunds, keine der deutschen Angewohnheiten, Widersinnigkeiten und sagenumwobenen Tugenden bleibt unbeleuchtet. Und Brot ist in Deutschland eine Tugend.

Von Satrup (Schleswig-Holstein) bis Sonthofen (im Allgäu) wird der „große Bruder“ Deutschland liebevoll skelettiert, zärtlich zerschnippelt und mit einem freundlichen Lächeln zum Trocknen aufgehängt. Nicht ohne einen Handkuss und ein „Servus Piefke“ zum Schluss.

Also kommen Sie, lachen Sie und lernen Sie sich selber kennen.

Die Presse schreibt über S. Gröbner:

„Watschen und Wahrheiten – schön ausgewogen; Der Exilwiener Severin Groebner hat in München Kabarett-Karriere gemacht. Mit ‚Servus Piefke’ hält er dem deutschen Gastland einen satirischen Klischeespiegel vor.“                         Münchner Feuilleton

„Ein Wiener und sein Blick auf die Piefkes. Im ausverkauften Theater wurde geklatscht und gelacht, gestaunt und gelernt. … Ein echter Hochgenuss. … Groebner agiert sprachlich wie gedanklich wieselflink, ist komisch, politisch, gesangstalentiert und in jedem Fall sehenswert.“                                                                                                                                                            Münchner Merkur

Groebner kann recherchieren, formulieren, spielen, wüten, versteinern, singen. Kabarett der ersten Liga − diesseits und jenseits der Grenze.                                                                                                                                                                             Passauer Neue Presse

Werner Meier                 -           “… apps geht imma!“

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Ein heiter-spöttischer Liederabend mit »Bayerns bestem Meier«, seiner Gitarre und seinen wunderbar verqueren Liedern von verliebten Pfarrern, coolen Ü-70 Partys, visionären Strombauern und … Lieder der leisen Zwischentöne voll verschmitztem Hintersinn, bei denen sich die Zuschauer zurücklehnen können, ihren geplagten Facebuckel entspannen, lauschen, lachen oder vielleicht ein bisschen mitsingen.

Wäre da nicht Meiers neues Smartphone... „Äh, Moment – I hab's glei. I muss nur schnell apps...“; Heldenhaft surft er – ganz nebenbei – durch den digitalen Alltagsdschungel und nur mit seinem treffsicheren Wortwitz und seinem herrlich hinterlistigen Humor rettet er sich und sein Publikum gekonnt vor dem Untergang im virtuellen Meer der unendlichen Möglichkeiten.

„Ach, noch eine Bitte bevor es losgeht: Schalten Sie Ihr Smartphone nicht aus während der Vorstellung! Lassen Sie Ihr Handy doch an. Fotografieren, Mitschneiden und Filmen sind ausdrücklich erwünscht. Und dann können ja auch Sie zwischendurch kurz apps erledigen oder schnell apps downloaden oder ... Naja: apps geht imma!“

Pressestimmen über Werner Meier:

„Bayerns bester Meier“                   AZ

„Werner Meier schaut minutiös und kritisch auf die Macken der Menschen und spinnt sich mit köstlichem Sprachwitz in ihre Denkmuster ein.“    Süddeutsche Zeitung

„Sprachwitz, Zeitgeist und Talent, sein Publikum mitreißen zu können, zeichnen Werner Meier aus. Ein kleines Kabarett-Paradies.“      Oberbayerisches Volksblatt

„Der Meister des hintersinnigen Humors und der leisen Töne begeistert seine Zuhörer jenseits von seichter Comedy und bloßem Schenkelklopfer-Klamauk.“         Münchner Merkur

Bericht der Kleinkunstbühne von Manfred Rauscher:

Servass Wien, guten Abend Waakirchen!
Ausverkauft wie jedes Jahr war der Aschermittwoch der Kleinkunstbühne. Kabarett und Kulinarisches vom Feinsten, wer sich einen Platz in der ausverkauften Aula der Grundschule gesichert hatte, konnte entspannt ans Büffet gehen und bei Fisch und Weißwein einen unterhaltsamen Abend einleiten.

Was ist der Unterschied zwischen einem Aluweckerl und einem Sechzehnerblech? Wissen kann das nur ein Wiener, oder, wie Severin Groebner sagen würde, a Weaner, immer grantig, nie zufrieden. Man konnte viel lernen am Aschermittwoch bei seinem Auftritt auf der Kleinkunstbühne: über die Österreicher im Allgemeinen, die Wiener im Besonderen und deren Verhältnis zu Bayern, Sachsen und anderen Deutschen.

Exilwiener Groebner stammt aus der Nähe von Grinzing. Schon als Kind hat er erlebt, wie die Piefke mit Bussen in die Wiener Touristenmeile gekarrt und mit Wein und Gemütlichkeit abgefüllt wurden. Sie wissen nicht, was ein Piefke ist? „Es gibt den Piefke und die Piefke“, dozierte Groebner, „wer Piefkes sagt, ist selber einer.“ Piefke sind im Norden von Österreich beheimatet und sprechen Hochdeutsch, mehr oder weniger. Waakirchner sind nach dieser Definition vermutlich Piefke light.

Groebner ist beizeiten aus seiner österreichischen Heimat nach Piefkeland geflüchtet. Er ist Kabarettist und Autor, schreibt regelmäßig für die Wiener Zeitung, ab und zu sogar für die FAZ. Nach Stationen in München und Mainz lebt er inzwischen in Frankfurt, Frankfurt am Rhein, wo die Elbe in die Ostsee fließt, wie der Durchschnittswiener vermuten würde. Groebners Fazit: „Der Wiener hat keine Ahnung, aber er kennt sich aus.“ Und die Wienerin? Ihr hat er ein Lied gewidmet, vorgetragen mit Blechstimme, eine Schallplatte, die immer wieder hängenbleibt: Wer diese Frau kennenlernt, der verfällt dem Kaisermühlen Blues.

Wenn einer ein Buch schreibt mit dem Titel „Servus Piefke“, 176 Seiten dick, muss er sich auch mit den Deutschen auskennen. Groebner weiß, dass Regierungswechsel in Bayern ein Fremdwort ist, im Gegensatz zu Österreich. Die Ära Schüssel/Haider hat er seinen Landsleuten bis heute nicht verziehen. Er schätzt den deutschen Fleiß in allen Lebenslagen: „Nix tun kann er nicht, der Piefke.“  Der Wiener dagegen beherrscht zahllose Varianten des Nichtstuns, trotzdem ist er grund­sätzlich unzufrieden. Immerhin, es gibt Situationen, in denen das Wort „leiwand“, ein Be­griff, den Wolfgang Ambros in Deutschland im Zusammenhang mit „Skifoan“ bekannt gemacht hat, auch einem Wiener über die Lippen kommt. Richtig raunzig wird er aber, wenn der Piefke ihn kopieren will, beim Dialekt oder gar beim Schmäh: „Gäh Oida, bist deppad, host di ogrennt?“

Um kernige Sprüche ist auch Werner Meier nicht verlegen, Sänger, Texter, Gitarrist, Stammgast auf der Kleinkunstbühne. „Apps gäd imma“ heißt sein aktuelles Programm und er hat, ähnlich wie Groebner, kein Problem mit dem Dialekt. „Glei hobis“, verspricht er, wenn er während der Ansagen auf seinem Smartphone rumwischt, weil er noch auf die Urinwerte vom Urologen wartet. Zwischen zwei Liedern ruft schon mal die Frau an und will wissen, wo er auftritt und ob die Leute auch angemessen klatschen. Das tun sie, besonders beim Lied vom verliebten Pfarrer, aber auch beim Internetchatter Sepp alias Joe, der nicht kommt, nicht ins Bett und erst recht nicht im Bett, wo seine Elisabeth vergeblich wartet.

Meier verarbeitet aktuelle Themen, seine Liedtexte sind ausgefeilt. Was ist das Bindeglied zwischen Strom und Stromanbieter? Der Strohmann natürlich, ein Landwirt, der keinen Weizen oder Mais anbaut, sondern chinesische Solarzellen, die siebte Fruchtfolge. Allgemeine Heiterkeit löste der Song über die Ü70-Party im Hang-On-Sloopy-Schuppen mit der Band Survive aus. Meier geißelt auch den grassierenden Handywahn: Wer ohne Handy in der S-Bahn sitzt, ist ein Außenseiter. Und wer ohne Handy in den Himmel kommt, wird von Petrus und seinen Engeln ausgelacht. Gottseidank ist Steve Jobs schon da und lockt mit einem Apple 5. Sepp würde der vermutlich mit a schreiben.                   raum