11.10.2013 - Notausgang gesucht - Thomas Schreckenberger

Notausgang gesucht! 

in der Aula der Volksschule Waakirchen
Einlass: 19.30 Uhr - Beginn: 20.30 Uhr
Eintritt: 14,00 € (VVK), 15,50 € (Ak)

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Das Gefühl kennt jeder: Man wacht auf und könnte schon wieder vor allem davonlaufen! Ist nicht das ganze Leben ein einziger Fluchtversuch vor dem Wahnsinn?

Schon morgens um sechs, wenn der Radiowecker anspringt, scheuchen uns gnadenlose Gute-Laune-Terrorkommandos aus den Federn. Der Blick in die Zeitung bringt nur täglich neue Skandale und Politiker, die rückgratlose Aufklärung versprechen. Selbst die Lektüre der Todesanzeigen liefert lediglich die Erkenntnis, dass wieder keiner dabei ist, dem man es gewünscht hätte.

Am Abend dann jonglieren Politiker und Lobbyisten (wobei die Unterscheidung oft nur unter größter Anstrengung möglich ist) in einer der zahllosen Polit-Talkshows mit Begriffen wie „Systemrelevanz“ und „Entlassungsproduktivität“.

Dem fassungslosen Betrachter bleibt beim Anblick dieser rhetorischren Selbstbefriedigungsorgie nur der verzweifelte Gedanke: „Wo ist Al Quaida, wenn man sie mal braucht?“

Selbst im Privatfernsehen ist keine Ablenkung mehr zu finden: Die Werbung wird dauernd von Filmen unterbrochen, das ganze Volk ist durchgecastet, durchgequizt und jeder noch so unbekannte Pseudo-Promi hat sich durchs Programm gekocht und dem Zuseher Gerichte präsentiert, die eine Einladung zu einer leckeren Schale Affenhirn bei einem afrikanischen Eingeborenenstamm als wünschenswerte Alternative erscheinen lassen.

Auch die Kirche ist kein Ort mehr  zu, sondern von dem man fliehen sollte – zumindest, wenn man männlich und unter 15 Jahre alt ist.

Nur der Glückskeks beim Chinesen (oder Eckard von Hirschhausen) raunt einem beruhigend zu:
„Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich eine andere!“
Aber wer wird dort wieder warten? Der Mann von der GEZ, RTL - oder alle Facebook-Freunde, die einen endlich mal persönlich kennen lernen möchten?

In „Notausgang gesucht“ begibt sich Thomas Schreckenberger auf einen kabarettistischen Fluchtversuch vor dem Wahnsinn unserer Zeit, immer verfolgt von der Zombiearmee der deutschen  Polit- und Promiszene, die der mehrfach ausgezeichnete Kabarettist (u.a. Kleinkunstpreis Baden-Württemberg, Reinheimer Satirelöwe, uvm.) als treffsichere Parodien mit auf die Bühne bringt.

Eine Zusammenfassung der Pressetexte:
Es ist die Königsdisziplin des Kabaretts: Ein Soloprogramm, allein vor dem Publikum stehend, ohne räumliche Distanz, ohne Klamauk, ohne Instrument, bewaffnet allein mit dem Geist und der Sprache des zynischen Denkers. Nicht viele beherrschen diese Kunst. Thomas Schreckenberger ist einer von ihnen.                          Süddeutsche Zeitung Dachau

Mit bissiger Satire, witzigen Parodien und hintergründigen Witzeleien nahm er das Publikum mit auf seine Reise durch die Polit- und Promiszene.                                                                                Neumarkter Nachrichten

Thomas Schreckenberger ist ein Meister der Bindestrich-Methode: Das Gelächter über die erste Pointe hält noch an, da setzt er die zweite drauf und dreht den Witz.                                                                        Südkurier